Liberté, Égalité, Fraternité

Frei ist, wer nicht beherrscht ist von falschen Vorstellungen und menschengemachten Zwängen. Gleichheit gibt es nicht und ist auch nicht wünschenswert, da sterbenslangweilig. In Freiheit werden die Menschen sich entsprechend ihrer Anlagen und Möglichkeiten unterschiedlich entwickeln und unterschiedlich erfolgreich sein. Brüderlichkeit gibt es, aber viele sind sich selbst der Nächste.

Die Starken tendieren dazu, Schwache auszunutzen, wobei es im familiären Nahbereich auch Unterstützung für Schwache geben kann. Politische Rahmenbedingungen zur Gewährleistung größtmöglicher Freiheit auch der Schwächeren werden dringend gebraucht.

Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.
Jean Baptiste Henri Lacordaire

In den seit der neolithischen Revolution aufkommenden und seit Erfindung des Monotheismus etablierten patriarchalen Gesellschaften verfügten niemals alle Menschen über gleiche Freiheiten. Immer herrschte eine kleine privilegierte Gruppe über die große Mehrheit und sicherte ihre Macht, indem sie Angst, Schuldgefühle und irreführende Propaganda verbreitete.

Die seit einigen Jahrzehnten von der herrschenden Gruppe beförderte Gleichmacherei ist ein besonders hinterlistiges Manöver: Die Gleichheitsideologie hält die Unfreien gleichsam in der Masse zurück, indem sie jegliches Hervortun für unerwünscht erklärt und alle Unterschiede, selbst die offensichtlichsten, leugnet, was die individuelle Urteilsfähigkeit untergräbt. Wer einen differenzierten Standpunkt vertritt, wird denunziert. Überall wurden Wort-Minen vergraben. Tritt man auf eine, heißt es: Er hat das verbotene Wort benutzt, bestraft ihn!